Hambacher Gespräche

Die Hambacher Gespräche auf dem Hambacher Schloss, einer Wiege der deutschen Demokratie, sind eine Veranstaltungsreihe des Frank-Loeb-Instituts in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Stiftung Hambacher Schloss. Im Zentrum der Hambacher Gespräche stehen gesellschaftspolitisch relevante Themen unserer Zeit, die von politischen und wissenschaftlichen Akteuren beleuchtet werden.

Im Anschluss an jedes Hambacher Gespräch laden die Veranstalter zu einem Weinempfang ein. Der Weinempfang bietet Gelegenheit die Themen zu diskutieren und mit den Referenten in Kontakt zu kommen. Die BMW Autohäuser Vogel, Landau  sind Automobilpartner der Hambacher Gespräche.

75 Jahre Grundgesetz – Vertrauen in die Verfassung

Seit 75 Jahren ist die Bundesrepublik eine stabile Demokratie. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft und gilt seither als Garant für Demokratie und Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit und Föderalismus in Deutschland. Allerdings haben sich sowohl unsere Gesellschaft und ihr Demokratieverständnis als auch die Herausforderungen gewandelt, denen sich das Grundgesetz ausgesetzt sieht.

Der 75. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes bietet daher Anlass für eine Diskussion darüber, wie belastbar das Vertrauen der Deutschen in das Grundgesetz und die Verfassungsorgane ist. Müssen die Verfassungsprinzipien in Zukunft aktiver gegen extremistische Anfeindungen verteidigt werden? Braucht es gerade in Zeiten verstärkter Anfechtungen einen neuen Verfassungspatriotismus? Sind Verfassungsreformen notwendig, um das Vertrauen in die Entwicklungsfähigkeit und Gestaltungskraft unserer Demokratie zu stärken?

Unsere Gäste:

Michael Ebling (*1967): seit Oktober 2022 Staatsminister im Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, zuvor zehn Jahre lang Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz.

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio (*1954): Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn und Gründungsdirektor des dortigen Forschungskollegs normative Gesellschaftsgrundlagen; von 1999 bis 2011 Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe (Zweiter Senat).

 

Einführung und Moderation: Prof. Dr. Manuela Glaab (Frank-Loeb-Institut an der RPTU Kaiserslautern-Landau) und Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss)

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss.


 

Zeitenwenden der Weltordnung - Kriege und Zäsuren in Geschichte und Gegenwart (29.03.2023)

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sprach Bundeskanzler Scholz von einer „Zeitenwende“. Seit dem 24. Februar 2022 sind viele Gewissheiten und Hoffnungen der letzten 30 Jahren erschüttert. Vielerorts ist vom Beginn einer „neuen Weltordnung“ die Rede. Markiert Russlands Krieg gegen die Ukraine eine Zäsur wie andere große Kriege der Vergangenheit? Inwieweit unterschiedet sich unser mitteleuropäisch geprägter Blick auf die jüngste Vergangenheit und ihre Zäsuren von osteuropäischen Perspektiven? Helfen uns frühere Kriegs- und Krisenerfahrungen dabei, die gegenwärtige Situation besser einzuordnen? Oder erleben wir gegenwärtig eine historisch beispiellose Umbruchszeit? 

Gäste: 

Prof. Dr. Ulrich Herbert (Zeithistoriker Universität Freiburg)

Prof. Dr. Martin Aust (Osteuropahistorker Universität Bonn)

Einführung und Moderation: Prof. Dr. Manuela Glaab (Frank-Loeb-Institut) und Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss)

 


Kippt mit dem Klima auch die Demokratie? Wie Klimawandel und Klimaaktivismus die Demokratie herausfordern (10.05.2023)

Die Klimaforschung warnt eindringlich vor einem endgültigen Kipppunkt, nach dem eine lebensbedrohliche Klimaerwärmung nicht mehr abwendbar ist. Das kippende Klima fordert die Demokratie gleich mehrfach heraus. Reiche Menschen westlicher Länder tragen am stärksten zu den klimaschädlichen Emissionen bei – können sich aber gleichzeitig am ehesten gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Es stellt sich somit die Frage, ob unsere Demokratie einer solchen Klima-Ungerechtigkeit auf Dauer standhält. Gleichzeitig verlangen die Erkenntnisse der Klimaforschung eine radikale Kursumkehr. Doch wie ist die tiefgreifende ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft demokratisch umsetzbar? Und schließlich sind auch die Protestformen des Klimaaktivismus umstritten: Ist der radikale Protest für wirksame Klimapolitik eine demokratische Pflicht oder eine Herausforderung für die Demokratie?

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Thomas Saretzki, Professor für Politische Theorie und Politikfeldanalyse mit dem Schwerpunkt Umweltpolitik an der Leuphana Universität Lüneburg

Linda Kastrup, Klima-Aktivistin und Sprecherin von Fridays for Future

Dr. Reinhard Müller, Jurist und Redakteur für Zeitgeschehen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Einführung und Moderation: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss) und Dr. Hans-Ludwig Buchholz (Frank-Loeb-Institut)

 


Kollegin oder Konkurrentin? Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit (27.09.2023)

Die Künstliche Intelligenz vollbringt immer beeindruckendere Leistungen – und erscheint doch immer stärker als Bedrohung. KI-Systeme bringen mit computergenerierten Texten und Bildern die Welt zum Staunen und erledigen besonders langweilige Arbeiten. Gleichzeitig wecken sie Ängste, sie würden bestimmte Jobs überflüssig machen, Studierenden beim Betrügen helfen und bei der Jobauswahl rassistische und sexistische Klischees reproduzieren.

Zwischen diesen Versprechungen und Befürchtungen besteht ein großes Maß an Unsicherheit darüber, wie immer leistungsfähigere KI-Systeme unser Leben und Arbeiten verändern: Werden nach und nach immer mehr Jobs durch die KI ersetzt bis wir alle arbeitslos sind? Oder wird unsere Arbeit interessanter, wenn die künstliche Intelligenz menschliche Kreativität und Intelligenz beflügelt? Welche Herausforderungen kommen hier auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu? Und wie müssen Politik und Gesellschaft schon heute auf die einsetzenden Veränderungen reagieren?

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Ralf Otte, Professor für Industrieautomatisierung und Künstliche Intelligenz an der Technischen Hochschule Ulm

Eduard Singer, Gründer des KI-Unternehmens Neusinger GmbH und Arbeitsgruppenleiter beim KI-Bundesverband

Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland

Einführung und Moderation: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss) und Dr. Hans-Ludwig Buchholz (Frank-Loeb-Institut)

 


Hambacher Gespräch Literatur: „Network“ - Thriller-Lesung mit Ansgar Thiel (05.10.2023 in der Stadtbibliothek Landau)

Nach den wissenschaftlichen und politischen Podiumsdiskussionen auf dem Hambacher Schloss näherten wir uns dem Thema KI an diesem Abend aus einer literarischen Perspektive: Ansgar Thiel las aus seinem Roman „Network“ und diskutierte mit uns über die darin entworfene digitale Dystopie.

Das Buch:

Berlin 2046. Die Welt ist gespalten in eine virtuelle und eine analoge Realität. Das innere Berlin ist separiert von Außenbezirken, in denen die sprichwörtlich „Aus-dem-Netz-Gefallenen“ ein erbärmliches Dasein fristen. Soziale Unruhen werden von einem Heer von Dienern brutal niedergeschlagen.

Dr. Arthur Mallmann, ehemaliger Arbeitsminister und Erfinder der Virtual Work, wird tot in seinem Apartment gefunden. Für das Ermittlertrio, das mit der Aufklärung des Mordes beauftragt wird, beginnt eine gefährliche Jagd durch das dystopische Berlin und seine virtuellen Räume.

Der Autor:

Ansgar Thiel ist Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen. Von 2010 bis 2022 war er Direktor des Instituts für Sportwissenschaft. In seiner Forschung setzt er sich mit Fragen zum Wandel von Sport, Körperlichkeit und Gesundheit in der modernen Gesellschaft auseinander.

Einführung und Moderation: Bettina Drexler (Stadtbibliothek Landau) und Dr. Hans-Ludwig Buchholz (Frank-Loeb-Institut)

 


Grenzen statt Globalisierung? Die Zukunft der (de-)globalisierten Weltwirtschaft (25.10.2023)

Ein riesiges Container-Schiff blockiert den Suezkanal, ein amerikanischer Präsident ruft „America First“ und LKWs stauen sich in der Corona Zeit über 60 km an der plötzlich geschlossenen deutsch-polnischen Grenze. Lange erschien die globalisierte Welt als Landkarte, auf der Waren beliebig hin und her geschoben werden konnten. Volkswirtschaften und Menschen rückten scheinbar näher zusammen. Doch nun illustrieren starke Bilder, wie fragil internationale Lieferketten sind und wie die Globalisierung immer deutlicher in Frage gestellt wird.

Mit unseren Gästen diskutierten wir vor diesem Hintergrund über die Zukunft der Globalisierung und nahmen dabei sowohl ökonomische als auch politische Aspekte in den Blick. Wir fragten danach, ob stockende Lieferketten und erstarkende Nationalismen Symptome einer neuen Zeit der De-Globalisierung sind. Geht die Ära der Globalisierung zu Ende oder brauchen Unternehmen gerade jetzt funktionierende internationale Wirtschaftsbeziehungen?

Unsere Gäste:

Dr. Cora Francisca Jungbluth, Wirtschaftsexpertin bei der Bertelsmann Stiftung

Dr. Christian Kauth, Präsident des Verbands der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie PfalzMetall

Einführung und Moderation: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss) und Prof. Dr. Werner Sesselmeier (RPTU Kaiserslautern-Landau)

Worte, Wut – und Waffen? Verschwörungstheorien als Gefahr für die innere Sicherheit

- Diese Veranstaltung musste krankheitsbedingt leider ausfallen. -

„Worte führen zu Taten.“ Viele politische Analysen berufen sich auf diesen Satz, um Anschläge auf Geflüchteten-Unterkünfte oder die Ermordung von Politikern wie Walter Lübcke zu erklären. Die Worte, um die es dabei geht, formulieren immer häufiger Verschwörungserzählungen. In ihrem Glauben an die dunklen Machenschaften mächtiger Verschwörer verfangen sich Menschen in Parallelwelten – und lassen sich im Extremfall zu Gewalttaten motivieren.

Die Verbindung von Verschwörungstheorien und politischer Gewalt wirft eine Vielzahl an Fragen auf: Welche Verschwörungstheorien sind derzeit besonders sicherheitsrelevant in Deutschland? Welche Verbindungen gibt es zwischen Verschwörungstheorien und politischem Extremismus? Schafft das Internet hier neue Gefahren? Und welche Gegenstrategien kennen Sicherheitsbehörden und Wissenschaft?

Unsere Gäste:

Elmar May, Leiter des Verfassungsschutzes Rheinland-Pfalz

Katharina Nocun, Netzaktivistin, Politikwissenschaftlerin und Publizistin

 


Russlands Krieg und Deutschlands Trolle.Verschwörungstheorien des Russland-Ukraine-Krieges (9.11.2022)

Verbunden mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist eine Welle von Desinformation, die oftmals in Verschwörungserzählungen eingebettet ist. So spricht Putin von der angeblich faschistischen Ukraine und einem Völkermord an russischstämmigen Ukrainerinnen und Ukrainern. Dies dient der russischen Führung zur Rechtfertigung ihres Angriffskriegs vor der eigenen Bevölkerung und zielt als Propagandainstrument auch in westliche Staaten wie Deutschland hinein.

Verschwörungstheorien sind auf diese Weise zugleich ein Problem der inneren und der äußeren Sicherheit. Mit unseren Gästen diskutieren wir daher Fragen wie: Was richten Verschwörungstheorien im Umfeld des Russland-Ukraine-Krieges an? Wie dient Desinformation als Waffe im Krieg? Und welche Gegenstrategien existieren gegen die Erfolge russischer Desinformationskampagnen in Deutschland?

Unsere Gäste:

Arndt Ginzel, Fernsehjournalist und als Kriegsreporter u.a. in Mariupol tätig

Prof. Dr. Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen

 


Hambacher Gespräche Literatur: Stefan Kutzenberger liest aus "Jokerman" (24.11.2022)

 

Der Protagonist des Romans "Jokerman", Stefan Kutzenberger, hat den Auftrag, die Welt zu retten, denn er ist der Jokerman. Schuld daran ist kein Geringerer als Bob Dylan, auch wenn der gar nichts davon weiß. All die Menschen, die das Werk des Musikers und Literaturnobelpreisträgers seit Jahrzehnten wie eine heilige Schrift deuten, haben den Jokerman auserkoren, die Wiederwahl eines der bizarrsten Tyrannen unserer Tage ins Weiße Haus zu verhindern.

Mit Verve und Witz zeigt dieser Roman, wie Verschwörungsszenarien entstehen und sich so gut wie alles erklären lässt mit einer „wahren“ Lehre – ein entlarvender Spiegel der Gegenwart, eine literarische Entdeckung und ein Riesenspaß. Die literarische Lesung ergänzt die wissenschaftlichen Diskussionen um einen zusätzlichen Blickwinkel auf das Thema Verschwörungstheorien.

Der Autor:

Stefan Kutzenberger, Autor und Literaturwissenschaftler an der Universität Wien

 

Foto 1: Dr. Hans-Ludwig Buchholz im Gespräch mit Stefan Kutzenberger in der Stadtbibliothek Landau.

"Weimarer Verhältnisse"? Historische Lektionen für unsere Demokratie (16.3.2022)

Gesellschaftliche Spaltungstendenzen tun sich auf, Regierungsbildungen werden schwieriger, Rufe nach autoritären „Führern" werden laut, gewaltsame Übergriffe gegenüber Politikerinnen und Journalisten nehmen zu, Diffamierungsbegriffe wie „Lügenpresse" oder „Volksverräter" sind immer häufiger zu hören – erleben wir aktuell eine Rückkehr zu „Weimarer Verhältnissen"? Handelt es sich um historisch vergleichbare Symptome einer realen Bedrohung unserer Demokratie? Unsere Gäste diskutieren die aktuellen gesellschaftlichen sowie politischen Entwicklungen und vergleichen diese mit den damaligen „Weimarer Verhältnissen". Anschließend folgt eine interessante Diskussion mit unserem Publikum.

Prof. Dr. Ute Daniel, Professorin für Neuere Geschichte an der TU Braunschweig, forscht u.a. zur Medien- und Demokratiegeschichte, Geschlechtergeschichte sowie zur Sozial- und Kulturgeschichte der Weltkriege.

Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin sowie Professor für Neuste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, forscht u.a. zur Weimarer Republik, zum politischen Extremismus der Zwischenkriegszeit, zur Geschichte der Bundesrepublik sowie zur jüngsten Geschichte Europas.

Die Aufzeichnung dieser Veranstaltung finden Sie auf Youtube.

Politik und politische Bildung 4.0, 7.11.2019

Die Art wie Politik gemacht aber auch wie sie vermittelt, diskutiert oder gelehrt wird, ist von gesellschaftlichen Bedingungen und Wandlungsprozessen abhängig. Insofern ist die stete Erneuerung ihr quasi eingeschrieben. Die sich abzeichnenden Veränderungen der letzten Jahre auf der nationalen wie auf der internationalen Ebene dürften trotzdem von vielen als radikale Entwicklung wahrgenommen werden. Abnehmende Parteiidentifikation, Populismus, Politikerverdrossenheit aber auch die Veränderungen durch die Digitalisierung (sog. soziale Netzwerke) hinsichtlich Kommunikation und Partizipation kennzeichnen neben anderen Faktoren diesen Prozess. Junge Menschen, denen häufig der Vorwurf gemacht wurde, politisch desinteressiert zu sein, zeigen u.a. bei der »Fridays for Future« Bewegung großes politisches Engagement. Das Video eines YouTubers wird zum heiß diskutierten Thema eines Europawahlkampfs und die etablierten Parteistrukturen tun sich schwer mit derlei Interventionen umzugehen. Wie und vom wem wird in Zukunft Politik gestaltet? Wie sieht eine politische Bildung aus, die den neuen Rahmenbedingungen Rechnung trägt? Welche Anforderungen stellen sich an aktuelle und zukünftige politische Akteure?

Gäste:

Christine Neumann-Martin, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, CDU. Frau Neumann-Martin ist die jüngste Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg. Sie ist dort Mitglied der CDU-Fraktion und gehört den Ausschüssen für »Wissenschaft, Forschung und Kunst« und »Soziales und Integration« an. 

Prof. Dr. Inken Heldt, Juniorprofessorin für Didaktik der Politischen Bildung (TU Kaiserslautern). Inken Heldt ist Juniorprofessorin für die Didaktik der Politischen Bildung am Fachbereich Sozialwissenschaften der TU Kaiserslautern. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich von Partizipation und Engagement, internationalen und europäischen Ansätzen und der Digitalisierung in der Politischen Bildung.

Kurt Beck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, SPD. Kurt Beck war Ortsbürgermeister und ab 1979 Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz. Fast zwanzig Jahre war Beck Ministerpräsident des Landes. Er war Vorsitzender der SPD und ist heute Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.


KLIMA 4.0: Umwelt- und klimapolitische Herausforderungen, 28.10.19

Der Treibhauseffekt, also die Erwärmung des Klimas, ist seit über drei Jahrzehnten Teil der wissenschaftlichen aber zunehmend auch der öffentlichen Diskussion. Die Veränderung des Klimas ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wissenschaftlich ist aber weitgehend unbestritten, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt. Auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 vereinbarten die Industrie- und Schwellenländer erstmals gemeinsame Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die Erderwärmung sollte auf 2 Grad Celsius, in einer ambitionierteren Version auf 1,5 Grad begrenzt werden. Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Fluten und Waldbrände haben zu einer verstärkten Wahrnehmung in der Bevölkerung für die die Veränderungen des Klimas beigetragen. Im Dezember 2019 findet in Santiago de Chile die nächste UN-Klimakonferenz statt. Wir wollen, sozusagen im Vorfeld der nächsten Konferenz, unter anderem einen Blick auf die aktuelle Situation und mögliche zukünftige Entwicklungen werfen und auch der Frage nachgehen, welchen Einfluss und welche Rolle der Mensch bei der Entwicklung des Klimas hat.

Gäste:

Professorin Dr. Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Center Germany (GERICS), Mitglied des Mission Board der Europäischen Kommission „Adaptation to Climate Change including Societal Transformation” u.a. eine der koordinierenden Leitautorinnen des Sonderberichts des IPCC über die Auswirkungen der globalen Erwärmung um 1,5 ° C über dem vorindustriellen Niveau

Bundesminister a.D. Jürgen Trittin MdB, B90/Grüne. Jürgen Trittin ist studierter Sozialwissenschaftler, er war Landtagsabgeordneter und Landesminister in Niedersachsen. Zwischen 1994 und 1998 war er Sprecher des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen. Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und war zeitweilig Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Zwischen 1998 und 2005 war Trittin Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Jürgen Trittin ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.


BILDUNG 4.0: Digitalisierung, 21.5.2019

Bereits im Jahr 2008 rief Bundeskanzlerin Angela Merkel die »Bildungsrepublik Deutschland« aus. Die Aussage, Deutschlands Kapital stecke in den Köpfen seiner Einwohner/innen, ist fast schon ein Allgemeinplatz geworden. Aber wie ist es um die Bildungsrepublik Deutschland konkret bestellt? Mit dem »DigitalPakt« Schule wollen Bund und Länder in den nächsten Jahren mindestens 5,5 Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen stecken. Einerseits scheint klar zu sein, dass Schule den Megatrend Digitalisierung nicht verpassen darf, andererseits ist noch relativ unklar, wie die digitale Schule der Zukunft aussehen soll. Welche Chancen aber auch welche Risiken stecken in der Digitalisierung der Schulen? Wie sieht die Schule 4.0 aus und was braucht Sie über die Digitalisierung hinaus? Unter welchen Rahmenbedingungen kann die Digitalisierung schulischer Bildung erfolgreich umgesetzt werden?

Gäste:

Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Armin Weinberger, Bildungswissenschaftler, Univ. d. Saarlandes

Andreas Doll OStD, Schulleiter Otto-Hahn-Gymnasium Landau

»Westliche oder neue Weltordnung?«

Gäste:

DR. GUNTER PLEUGER, Staatssekretär a.D. und ehem. UN - Botschafter

PROF. DR. SEBASTIAN HARNISCH, Universität Heidelberg


Der Westen (noch) Gemeinschaft der Weltmarktführer?

Gäste:

DR. WALTER DÖRING, Wirtschaftsminister a.D.

PROF. HARALD FADINGER PhD, Universität Mannheim

Volksparteien vor dem Ende? Zerfällt das deutsche Parteiensystem?

Gäste:

Franz Müntefering, Vizekanzler a.D.  ehem. Vorsitzender der SPD

Prof. Dr. Uwe Jun, Parteienforscher an der Univ. Trier


Mediendemokratie? Die Medien zwischen Kontrollfunktion, Dominanz und Glaubwürdigkeitsverlust

Gäste:

Dr. Marco Bertolaso, Leiter der Abteilung Zentrale Nachrichten im Deutschlandfunk

Dr. Uwe Krüger, Abt. Journalistik an der Univ. Leipzig


Demokratie der Extreme? Schlägt die Stunde der Populisten?

Gäste:

Prof. Dr. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Philosoph

Dr. Johannes Gerster , ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und des Landtages von Rheinland-Pfalz


Zukunft der Demokratie: Zwischen Postdemokratie und Liquid-Democracy

Gäste:

Sarah Händel, mehr Demokratie e.V.

Prof. Dr. Frank Decker, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie

Griechenland und die Folgen: Wie entkommt Europa der Euro- und Staatsschuldenkrise

Gäste:

Prof. Dr. Lars P. Feld, Direktor des Walter Eucken Instituts

Jakob von Weizsäcker MdEP


Kontinent der Hoffnung? Europas Migrationspolitik und der Umgang mit der Flüchtlingskrise

Gäste:

Prof. Dr. Petra Bendel, Universität Erlangen-Nürnberg

Bundesaußenminister a.D. Dr. Klaus Kinkel


Energiewende oder Energiekrise? Europas Beitrag zu den globalen Klimazielen

Gäste:

Staatsministerin Ulrike Höfken

Prof. Dr. Miranda Schreurs, Hochschule für Politik München


Eine immer engere Union? Die Zukunft Europas zwischen Freihandelszone, Bundesstaat und Kerneuropa

Gäste:

Prof. em. Dr. Peter Graf Kielmansegg

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hänsch, Präsident des Europäischen Parlaments a.D.

Regionaler Separatismus in der EU: Schottland, Katalonien und andere

Gäste:

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hänsch, Präsident des Europ. Parlaments a.D.

Prof. Dr. Roland Sturm, Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. Kai-Olaf Lang, Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin


Äußere Einheit, innere Spaltung? 25 Jahre nach der Einheit

Gäste:

Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht

Prof. Dr. Edgar Wolfrum


Der Zerfall von Staaten in Afrika - Folgen und Lösungsansätze

Gäste:

Dr. Ludger Volmer, Staatsminister im Auswärtigen Amt a.D.

Prof. Dr. Rainer Tetzlaff, Jacobs University, Bremen

Charlotte Nguebong-Ngatat M.A., Doktorandin Universität Koblenz-Landau


Frieden und Stabilität auf dem Balkan? Eine Bilanz der EU Politik

Gäste:

Frau Prof. Dr. Marie-Janine Calic. Ludwig-Maximilians Universität München

Walter Kolbow, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.

Walter Jertz, Generalleutnant d. Bundeswehr a.D.

  • Wertegemeinschaft Europa. Die EU als Sachwalterin der Freiheit und des Rechts
  • Auf dem Weg zur Gesundheitsdiktatur?
  • Meine Daten gehören mir!?
  • Meine Daten gehören... dem Unternehmen
  • Vom demokratischen Nationalstaat zum demokratischen Europa?
  • Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Legitimation durch Wahlen und Abstimmungen?
  • Gestaltungsstaat oder Gewährleistungsstaat?
  • Staat der Alten? Generationengerechtigkeit als Herausforderung

„Europa, die Nationalstaaten, die soziale Marktwirtschaft und die Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise“

Gäste:

PD Dr. Friedrich Heinemann, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim

Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen


„Die große Gerechtigkeitslücke: Krisenbewältigung zu Lasten der Schwachen?“

Gäste:

Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln

Dr. Volker Wissing MdB, stellv. Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, Landesvorsitzender FDP Rheinland-Pfalz


„Alternative zur 'Politik ohne Alternativen'? Die neuen sozialen Protestbewegungen“

Gäste:

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch e.V.

Prof. Dr. Dieter Rucht, Soziologe, Protest- und Bewegungsforscher, Berlin


„Macht oder Ohnmacht - Verantwortung oder Verantwortungslosigkeit? Politik in Zeiten der Krise“

Prof. Dr. Weidenfeld, Direktor des C·A·P und Professor für Politische Wissenschaft an der LMU München

Jürgen Creutzmann, Mitglied des Europäischen Parlaments

„Von der Entscheidungs- zur Darstellungspolitik? Demokratie zwischen Sprachlosigkeit und Inszenierung“

Gäste:

Dr. Peter Frey, Chefredakteur des ZDF

Prof. em. Dr. Klaus von Beyme, em. Professor für Politikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


„Abschied vom Gemeinwohl? Zum Spannungsverhältnis zwischen Bürgerinteressen und Lobbyismus“

Gäste:

Christina Ramb, Leiterin der Abteilung Planung Koordination Grundsatzfragen der BDA

PD Dr. Rudolf Speth, Politikwissenschaftler, Universität Kassel


„Das Ende der Parteiendemokratie? Volksparteien, Funktionärspolitik und Basisdemokratie“

Gäste:

Prof. Dr. Dr. Karl Rudolf Korte, Politikwissenschaftler, Universität Duisburg-Essen

Heiko Maas, Landesvorsitzender der SPD-Saar


„Partizipation durch Protest? Wege und Irrwege zur Modernisierung der Demokratie“

Gäste:

Prof. Dr. Hans-Georg Wehling, Politikwissenschaftler, Universität Tübingen

Monika Griefahn, Ministerin a.D., Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland