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Begleitvortrag zur Ausstellung "Making of Pfalz"

Vortragsplakat Tekampe
Plakat Making of Pfalz

Dr. Ludger Tekampe: Volkskunden der Pfalz 1857-1867. Erwandert und erdacht (04.02.2026)

Zwischen 1857 und 1867 erschienen in Bezug auf die bayerische Rheinpfalz drei gleichermaßen wissenschaftliche wie literarische Werke, deren Wirkung bis heute nachhallt. Das sind zum einen “Die Pfälzer. Ein rheinisches Volksbild” von Wilhelm Heinrich Riehl, erschienen 1857 bei Cotta in Stuttgart, zum anderen “Die Pfalz und die Pfälzer” von August Becker, erschienen 1858 in Stuttgart, und schließlich die wesentlich von Ludwig Schandein verantwortete “Volkskunde” innerhalb des Bandes “Bayerische Rheinpfalz” in der Reihe “Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern”, erschienen 1867 in München. Alle drei Werke erheben, mehr oder minder explizit, den Anspruch einer “Pfälzer Landes- und Volkskunde”.  Nicht ohne Grund gehört dazu eine “ethnographische Charakteristik der bayerischen Rheinpfalz”. In diesen drei Volkskunden werden manche Feststellungen getroffen und manche Charakteristiken entworfen, an denen man sich bis heute gerne festhält.

Der Vortrag geht der Frage nach den historischen und materiellen Voraussetzungen jenes Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen “Volksbildes der Pfalz” nach. Außerdem wird die methodische Basis dieses “Volksporträts” erläutert. Abschließend soll beleuchtet werden, in welcher Weise das so entworfene Bild im kollektiven Selbstverständnis von Pfälzerinnen und Pfälzern bis in die Gegenwart wirksam ist. Schlussendlich geht es darum, die Bedeutung der frühen Pfälzer Volkskunden für das Selbstbild der Region kritisch zu reflektieren und einen Bogen zu aktuellen Identitätsdebatten zu schlagen.

Mittwoch, 4. Februar 2026, 18:15 Uhr, Landesbibliothekszentrum, Otto-Mayer-Straße 9, 67346 Speyer

 

Begleitvorträge zur Ausstellung Making of Pfalz

Wie wurde die Pfalz zu dem, was sie heute ist?

Die Ausstellung „Making of Pfalz“ widmet sich der Frage, wie sich im 19. Jahrhundert aus einem neu gegründeten bayerischen Regierungsbezirk eine Region mit starkem kulturellem Selbstverständnis entwickelte. Anhand historischer Originale, Druckwerke und Fotografien wird nachvollziehbar, wie „typisch pfälzische“ Merkmale und Motive entstanden – und wie sie bis heute fortwirken. 

Die Vorträge sind Teil der gleichnamigen Ringvorlesung, die im Wintersemester 2025/26 vom Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst in Kooperation mit dem Historischen Verein der Pfalz e.V., Ortsgruppe Landau und dem Frank-Loeb-Institut an der RPTU in Landau veranstaltet wird.

 

Den Flyer zum Begleitvortrag der Ausstellung finden Sie hier zum Download.

Vortragsplakat Tekampe
Plakat Making of Pfalz