Landauer Akademiegespräche 2025/2026: Wer gehört dazu?
Angekommen und trotzdem draussen? - Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (04.12.2025)
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Millionen Menschen sind in den vergangenen Jahrzehnten eingewandert, haben sich hier ein Leben aufgebaut und in vielen Fällen die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt. Sie sind in Deutschland angekommen – und werden doch immer wieder ausgegrenzt. Menschen mit einem als ausländisch empfundenen Namen haben es schwerer, einen Job oder eine Wohnung zu finden. Die Zahl der rassistisch motivierten Straf- und Gewalttaten nimmt zu.
Was sind Ursachen und Wirkungen von fremdenfeindlichem und rassistischem Denken? Wie tief verwurzelt sind solche Vorurteile in der deutschen Gesellschaft? Gegen wen richten sich fremdenfeindliche Diskriminierungen und inwieweit verhindern sie eine gelingende Integration? Welche Maßnahmen können Abhilfe schaffen? Und wie können wir freiheitliche Werte gegen Islamismus oder Antisemitismus verteidigen, ohne rassistische und islamophobe Stereotype zu bedienen?
Über diese Fragen diskutierten:
Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit, Hochschule Niederrhein, Mitautorin der »Mitte-Studie«
Gari Pavkovic, 24 Jahre lang Integrationsbeauftragter der Stadt Stuttgart
Wer ist willkommen? – Zuwanderung und Flüchtlingspolitik (24.11.2025)

Die Migrationspolitik gehört zu den strittigsten Politikfeldern. Mit einfachen Antworten nutzen populistische Parteien das Thema für sich. Doch die praktischen, rechtlichen, humanitären und ethischen Fragen rund um Zuwanderung und Flucht sind ausgesprochen komplex. Lange überwog in Deutschland die humanitäre Verpflichtung gegenüber flüchtenden Menschen. Inzwischen bestimmen hingegen die Überforderung kommunaler Aufnahmeeinrichtungen und ein Wunsch nach größerer kultureller Homogenität den Diskurs. Die Bundesregierung hat sich daraufhin eine Wende in der Migrations- und Asylpolitik vorgenommen.
Was ist das Asylrecht noch wert? Nach welchen Kriterien soll über Zuwanderung und Aufnahme Schutzsuchender entschieden werden? Dass Aufnahmegesellschaften ihre Grenzen kontrollieren und Migration steuern wollen, ist ein legitimes Anliegen. Was aber bedeutete das für die Ansprüche Schutzsuchender? Und was ist rechtlich, finanziell und praktisch überhaupt machbar?
Über diese Fragen diskutierten wir mit:
Gerald Knaus, Migrationsforscher an der Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative (ESI)
Tareq Alaows, Flüchtlingspolitischer Sprecher von Pro Asyl e.V.


