Veranstaltungstermine und Neuigkeiten
Über Gewalt berichten – Aufklärung, Verantwortung und Grenzen
Auch 2026 beteiligt sich das Frank-Loeb-Institut der RPTU an den Südwestdeutschen Medientagen. Am 22. und 23. Juni 2026 diskutieren wir über das Thema „Über Gewalt berichten – Aufklärung, Verantwortung und Grenzen“.
Bei den Südwestdeutschen Medientage handelt es sich um eine zweitägige Tagung im Landauer Butenschoen-Haus. Im Rahmen der Medientage wird am 22.6. zudem eine öffentliche Abendveranstaltung stattfinden – auch dieses Jahr wieder auf dem Hambacher Schloss und in Kooperation mit Michel Friedmans SWR-Demokratieforum.
Zum Inhalt:
Heute wirkt die Welt stärker von Gewaltereignissen geprägt als noch vor einigen Jahren. Die Kriege in der Ukraine und in Gaza, Terroranschläge, Übergriffe, Femizide, zunehmende Angriffe auf Journalist*innen oder Hass im Netz: Medienschaffende stehen immer wieder vor der Frage, was von dieser Gewalt gezeigt, eingeordnet und besprochen werden kann oder muss und wie ein verantwortungsbewusster Journalismus im Umgang mit Gewaltdarstellungen aussieht.
Die Wahl der Bilder und einzelner Worte, die Menge und der Rhythmus an Informationen sowie ihr Detailgrad beeinflussen, wie diese Ereignisse wahrgenommen werden. Sie können auf Probleme und Konflikte, die womöglich sonst übersehen worden wären, aufmerksam machen – im Idealfall, bevor ein Konflikt in offene Gewalt mündet. Gleichzeitig können Bilder und Worte Angst auslösen, Gewalt normalisieren oder verharmlosen.
Ein Spannungsfeld, in dem sich auch unterschiedliche True Crime-Formate oder Gewaltdarstellungen im Fernsehen bewegen. Finden sie einen angemessenen Ton oder liegt der Schwerpunkt zu sehr auf den gewalttätigen Details? Ab wann wird über Gewaltereignisse berichtet? Warum üben sie eine scheinbare Faszination auf das Publikum aus? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Südwestdeutschen Medientage diskutiert.
Anmeldung:
Die Teilnahme an der Tagung und am Abendprogramm auf dem Hambacher Schloss ist kostenfrei. Es fallen bei Bedarf lediglich Kosten für die Übernachtung an.
Das Programm und alle übrigen Details werden demnächst veröffentlicht. Anmelden können Sie sich in Kürze unter dem folgenden Link: https://eapfalz.de/veranstaltung/wie-wirkt-gewalt-suedwestdeutsche-medientage-2026/
Die Südwestdeutschen Medientage sind eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie der Pfalz in Kooperation mit dem Frank-Loeb-Institut der RPTU, der Evangelischen Akademie Frankfurt, dem Journalistischen Seminar der Universität Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Medienebene e.V., der »Rheinpfalz«, dem »Mannheimer Morgen«, der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, dem Referat »Kommunikation und Presse« der Evangelischen Kirche der Pfalz, dem Deutschen Journalistenverband Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk. In Verbindung mit dem SWR Demokratieforum des Südwestrundfunks und der Stiftung Hambacher Schloss.
Hambacher Gespräch: Macht ohne Mandat
Die globale Herrschaft der Tech-Konzerne
Die Machtfrage hat sich im digitalen 21. Jahrhundert grundlegend verschoben. Betriebssysteme, Plattformen und künstliche Intelligenzen haben Tech-Unternehmer unermesslich reich gemacht. Mit ihren Technologien halten sie zudem mächtige Instrumente in der Hand, um politische Stimmungen zu beeinflussen und Abhängigkeiten zu schaffen. Silicon-Valley-Magnaten wie Elon Musk oder Peter Thiel erlangen Zugang zu höchsten Regierungsebenen und erschüttern staatliche Verfassungsordnungen. Sie nutzen ihre Macht aus Dollars und Daten, um ein libertäres Weltbild zu propagieren, das zentrale Prinzipien der demokratischen Ordnung infrage stellt.
Sind Technologie und Geld inzwischen die entscheidenden Machtquellen? Welche neuen Formen von Einfluss entstehen durch Daten, Plattformen und KI? Wie reagieren demokratische Institutionen auf global agierende Tech-Konzerne — und wo stoßen sie an Grenzen? Welche Handlungsmacht haben Bürgerinnen und Bürger, um diese Entwicklungen mitzugestalten oder ihnen entgegenzuwirken?
Über diese und weitere Fragen diskutieren Alexandra Geese (MdEP) und apl. Prof. Dr. Martin Andree.
Alexandra Geese ist Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Digitalexpertin für die Europäische Fraktion der Grünen.
apl. Prof. Dr. Martin Andree ist Publizist und Medienwissenschaftler an der Universität zu Köln.
Begrüßung: Dr. Kristian Buchna (Stiftung Hambacher Schloss)
Moderation: Prof. Dr. Manuela Glaab (Politikwissenschaft an der RPTU Kaiserslautern-Landau)
Der Eintritt ist frei. Anmeldungen richten Sie bitte mit Vor- und Zunamen an: hambachergespraech(at)hambacher-schloss.de
Die Hambacher Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, des Frank-Loeb-Instituts an der RPTU Kaiserslautern-Landau und der Stiftung Hambacher Schloss.
