Alumni-Portrait: Katharina Förster

Vom Master-Plan zur Praxiserfahrung

Als ich 2020 meinen Bachelor in SoKo abgeschlossen habe, wusste ich ehrlich gesagt noch nicht genau, wohin mein beruflicher Weg führen würde. Gerade die Vielseitigkeit des Studiums eröffnete so viele Möglichkeiten, dass mir eine klare Entscheidung zunächst schwerfiel. Ursprünglich plante ich, direkt einen Master anzuschließen. Stattdessen entschied ich mich bewusst dafür, zunächst Praxiserfahrung zu sammeln – eine Entscheidung, die meinen weiteren Weg maßgeblich geprägt hat. 

Erste Schritte im HR - bis zur Festanstellung

Da mich insbesondere der Personalbereich interessierte, begann ich ein Praktikum als Personalsachbearbeiterin bei der Regionalgesellschaft Speyer von Lidl. Dort erhielt ich umfassende Einblicke in die operative Personalarbeit: von der Erstellung von Arbeitsverträgen und Zeugnissen bis hin zu Abmahnungen und Kündigungen. Auch die Arbeit mit Kennzahlen und die Vorbereitung von Auswertungen für die Personalleitung gehörte dazu. Diese Bandbreite an Aufgaben zeigte mir, wie vielseitig und verantwortungsvoll HR-Arbeit ist.
Das Praktikum gefiel mir so gut, dass ich mich entschied, vorerst keinen Master zu beginnen. Ich fragte nach einer Übernahme und wurde tatsächlich fest angestellt. Über ein Jahr arbeitete ich anschließend als Personalsachbearbeiterin und sammelte wertvolle praktische Erfahrungen. Gleichzeitig merkte ich jedoch, dass ich mich fachlich und persönlich weiterentwickeln wollte und entschied mich für eine neue Herausforderung. 

Traumjob gefunden: Nachwuchsförderung bei BAUHAUS

Diese fand ich im Service Center Deutschland (SCDE) von BAUHAUS in Mannheim. Dort arbeite ich als HR-Referentin in der Abteilung Early Career und betreue Auszubildende, dual Studierende, Handelsfachwirte und Trainees in ihrer Entwicklung im Unternehmen. Von Beginn an war ich für die Betreuung der Nachwuchskräfte im SCDE zuständig. Zusätzlich habe ich für anderthalb Jahre die Vertriebsregion Bayern betreut, diese Verantwortung jedoch aus Kapazitätsgründen wieder abgegeben. In meiner Rolle begleite ich junge Menschen vom ersten Tag an im Unternehmen, bin Sparringspartnerin bei fachlichen und persönlichen Herausforderungen und unterstütze Führungskräfte in Entwicklungs- und Feedbackprozessen. Dabei geht es nicht nur um Förderung und Perspektivplanung, sondern auch um anspruchsvolle Themen wie Leistungsfeedback, Übernahmen, disziplinarische Maßnahmen oder auch private Schicksalsschläge, die den Arbeitsalltag der Nachwuchskräfte beeinflussen. Gerade in diesen Situationen wächst man mit seinen Aufgaben – fachlich wie menschlich. Neben der operativen Betreuung arbeite ich auch konzeptionell. Ich unterstütze bei der Weiterentwicklung von Programmen, bei der Gestaltung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und erarbeite Konzepte, die ebenfalls vor der Bereichs- oder Unternehmensleitung vorgestellt werden können. Diese Mischung aus Verantwortung, strategischer Arbeit und engem menschlichen Austausch macht die Tätigkeit für mich zu einer echten Traumposition. Besonders motivierend ist für mich das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können und Wertschätzung für die eigene Arbeit zu erfahren. BAUHAUS als Arbeitgeber erlebe ich dabei als sehr aufmerksam und wertschätzend – von einer offenen Unternehmenskultur bis hin zu kleinen Gesten im Arbeitsalltag. Vor allem auch die Zusammenarbeit mit meinem herzlichen und großartigen Team ist besonders hervorzuheben. Ich bin dankbar mit solchen kompetenten und gleichzeitig witzigen Personen zusammenarbeiten zu dürfen. 

Wenn ich heute auf mein Studium zurückblicke, 
erinnere ich mich nicht nur an spannende Inhalte, sondern auch an Phasen des Zweifelns: 

  • Während dem Studium: Welche beruflichen Möglichkeiten habe ich mit SoKo? Kann ich mit Mitbewerbern mithalten? Habe ich das studiert, was Unternehmen wirklich suchen? 
  • Nach dem Studium: War es der richtige Studiengang? Wäre es nicht sinnvoller gewesen direkt Personalmanagement zu studieren? Wo würde ich dann heute stehen? 

Rückblickend bin ich jedoch sehr froh über meine Studienwahl. Die Sozial- und Kommunikationswissenschaften haben mir beigebracht, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, analytisch zu denken und gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Diese Fähigkeit, verschiedene Blickwinkel zu berücksichtigen und mich empathisch in andere hineinzuversetzen, hilft mir täglich in meiner Arbeit im Personalbereich. Mehrfach habe ich bereits die Rückmeldung erhalten, dass genau diese Kombination an Eigenschaften eine meiner Stärken ist. Diese Kompetenzen, habe ich maßgeblich meinem Studium zu verdanken. 
Ich würde mich jederzeit wieder für Sozial- und Kommunikationswissenschaften entscheiden. Die Vielseitigkeit des Studiums hat mir nicht nur fachliche Grundlagen vermittelt, sondern auch die Offenheit und Flexibilität, meinen eigenen Weg zu finden. Und genau das ist vielleicht die größte Stärke dieses Studiengangs.