Alumni-Portrait: Tim Wiedemann

Studieren nach Interesse - nicht mit festem Plan

Als ich im Jahr 2009 mein Studium begann, wusste ich offen gestanden nicht, was ich mit dem Studium irgendwann mal beruflich machen sollte. Ich habe mich für den Studiengang entschieden, da ich mich schon immer für Politik und Soziologie interessiert hatte und ich den wirtschaftswissenschaftlichen Aspekt spannend fand.
Im Jahr 2011 war ich dann bei der Veranstaltung „Hambacher Gespräche“. Am Rande der Veranstaltung kam ich mit einem Vertreter des Bundes der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er einen Werksstudenten für Politik und Kommunikation suchte. Aus dieser Begegnung wurde eine Werksstudententätigkeit bis zum Ende meines Masterstudiums im Jahr 2014 und mein Berufseinstieg direkt nach Beendigung des Studiums.

Verantwortung durch Vertrauen

Dieser eher kleine Verband war ein Glücksfall für mich. Ich hatte sehr viele Freiheiten und durfte die Verbandspräsidentin nicht nur zu hochrangigen Terminen mit Ministerinnen und Minister auf Landesebene und Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bundestag begleiten, sondern auch aktiv die Gespräche gestalten.
Nach und nach merkte ich, dass das Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Kommunikation mir großen Spaß macht. Im Jahr 2018 erhielt ich das Vertrauen Geschäftsführer des BDS zu werden. Um für diese Aufgabe noch besser gewappnet zu sein, absolvierte ich berufsbegleitend einen Master of Business Administration (MBA) mit den Schwerpunkten Public Affairs und Leadership an der Quadriga Hochschule in Berlin.

Die Region gestalten

Im Jahr 2020 hatte ich die Gelegenheit zur Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen zu wechseln und dort als Geschäftsführer den Standort in Worms zu leiten. Außerdem wurde ich handelspolitischer Sprecher für die Arbeitsgemeinschaft der IHKs in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2024 wechselte ich dann zur IHK Pfalz und bin als Leiter des Kompetenzfeldes Regionales und Kundenbetreuung Teil der Geschäftsleitung. Die Möglichkeit die Zukunft der Region zu gestalten, motiviert mich jeden Tag.

Landau bleibt ein Stückchen Heimat

An meinem Studium in Landau habe ich die überschaubaren Gruppengrößen und die dadurch sehr interaktiven Seminare und Vorlesungen. Der Statistik-Schwerpunkt war herausfordernd für mich rückblickend, aber wahrscheinlich eines der Themen, die mich im weiteren Berufsleben vorangebracht haben. Das Überblicken von Zusammenhängen, das Verständnis von Kausalitäten und die Arbeit mit verschiedenen Szenarien und Variablen ist in meiner heutigen Rolle wichtig.
Ich hatte tolle Kommilitoninnen und Kommilitonen und sehr engagierte Professorinnen und Professoren, ich habe die Zeit als sehr bereichernd in Erinnerung. Heute komme ich beruflich fast jede Woche nach Landau, da dort ein Standort der IHK Pfalz ist und habe jedes Mal ein Stückchen Heimatgefühl.