Alumni-Portrait: Moritz Ranalder
Vieles ausprobiert - und doch nie weit weg vom “Studentsein”
Mein Studium in Landau begann 2017 – zunächst mit zwei Semestern „Mensch und Umwelt“, bevor ich in die Sozial- und Kommunikationswissenschaften gewechselt bin. Für meinen Bachelor habe ich mir bewusst Zeit gelassen, vieles ausprobiert und parallel zum Studium unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt.
Nach dem Abschluss stand ich vor vielen Optionen: Ich habe breit gesucht, war kurz davor, ins Projektmanagement eines Photovoltaik-Startups einzusteigen, und habe mich dann für eine Projektstelle am KIT entschieden. Von dort führte mein Weg weiter in meine heutige Position als Persönlicher Referent einer der Vizepräsidenten am KIT, die ich nun seit etwa einem Jahr ausübe. Hier bin ich primär für studentische und Lehrthemen zuständig, hab es inhaltlich also gar nicht so weit weg geschafft vom Student sein. Nebenbei bin ich auch mal selbstständig tätig gewesen – unter anderem in der PR-Beratung und mit einem eigenen Pizza-Foodtruck, der mich immer noch als Hybrid aus Hobby und Nebenjob begleitet.
Landau-Feeling: Campus, AStA und das Fatal
Wenn ich ans Studium in Landau denke, verbinde ich bis heute vor allem ein Lebensgefühl: in der Sonne auf dem Campus sitzen, nach langen Tagen in der Bibliothek noch auf ein Bier ins Fatal gehen – und nicht zuletzt viele intensive Stunden in AStA-Sitzungen, zunächst als Referent und später als Vorsitzender. Am Studium selbst fand ich die hohe Wahlmöglichkeit super und auch die vielen anwendungsorientierten Seminare zu wissenschaftlichem oder auch journalistischem Arbeiten.
Auch wenn viele Inhalte zunächst theoretisch wirken, konnte ich vieles direkt praktisch anwenden – vor allem durch mein Engagement in der Hochschulpolitik, etwa im Kontext des Fusionsprozesses zur RPTU. Dabei habe ich wichtige Fähigkeiten entwickelt, die mir heute im Berufsalltag sehr helfen: strukturiertes Arbeiten, politische Einordnung komplexer Prozesse und ein gutes Gespür für Kommunikation.
Mein Tipp an heutige Studierende
Überlegt euch früh, was euch interessiert oder zumindest langfristig liegen könnte – und sammelt dann gezielt Erfahrungen. Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt und Netzwerke sind im sozialwissenschaftlichen Bereich enorm wichtig. Das Studium ist spannend und vielseitig, aber ohne praktische Erfahrung kann der Berufseinstieg herausfordernd werden.
Und ein ganz klassischer Landau-Tipp zum Schluss: Statistik bei TMS wirkt schlimmer als es ist. Mein persönlicher „Joker“ war, die Vorlesungsfolien links liegen zu lassen, mir ein gutes Buch zu besorgen und das Ganze in der Lerngruppe durchzuarbeiten. Funktioniert – versprochen!
