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Monika Helfer wird mit der Carl-Zuckmayer-Medaille bedacht

Wie in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei kürzlich mitgeteilt wurde, erhält die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer die 49. Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Für ihre Verdienste um die deutsche Sprache und um das künstlerische Wort wird Ministerpräsident Alexander Schweitzer die bedeutende Erzählerin am 18. Januar 2026 im Rahmen einer Feierstunde im Staatstheater Mainz auszeichnen.

„Monika Helfer verwandelt autobiografische Familiengeschichten in große, berührende Literatur. Ihre Figuren sind oft Außenseiter, Verletzte und Träumer, die trotzdem Würde und Überlebenswillen haben. In ihren Erzählungen zeigt sie auf, wie in Zeiten von Umbruch, Krieg und gesellschaftlichen Umwälzungen gerade die Schwachen und Armen leiden und zum Opfer werden. Dabei thematisiert sie auch die Abhängigkeit und Stärke von Frauen, die über Generationen hinweg unter patriarchalen Normen leiden. Monika Helfers Stil ist von Klarheit, Mitgefühl und einer oft leisen, aber eindringlichen Sprache geprägt. Mit ihrem besonderen Schreibstil und ihren emotional tiefgründigen Geschichten hat sie die deutschsprachige Literatur beeinflusst und sich so um die deutsche Sprache verdient gemacht“, begründete der Ministerpräsident seine Entscheidung, die er nach Vorschlägen einer hochkarätig
besetzten Fachkommission unter der Leitung von Kulturministerin Katharina Binz getroffen hat. Aufmrksamkeit erregte sie besonders mit ihrer Familien-Trilogie „Die Bagage (2020)“, „Vati (2021)“ und „Löwenherz (2022)“, die sich mit sozialer Ausgrenzung, dem kernthema der Autorin befasst. Monika Helfer ist die Ehefrau von Michael Kohlmeier.

Professor Dr. Lothar Bluhm, der seit Oktober diesen Jahres in Ruhestand ist und zuvor die Professur für Neuere deutsche Literatur innehatte, ist bereits seit mehreren Jahren Teil der Auswahlkommission für die Carl-Zuckmayer-Medaille.